Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Telgte-Ostbevern

Abgeordnete auf Radtour durch Berlin

Mehr als 100 Teilnehmende fuhren auf der Parlamentarischen Radtour durch Berlin. Die rund zwölf Kilometer lange Tour warb für mehr Sicherheit, eine bessere Radinfrastruktur und das Fahrrad als alltagstaugliches Verkehrsmittel.

Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz und Teilnehmende der Parlamentarischen Radtour.
Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (3. v. l.) eröffnete die Parlamentarische Radtour des Deutschen Bundestages. ADFC-Bundesgeschäftsführerin Caroline Lodemann (3. v. r.) war auch dabei. © ZIV/Deckbar Photographie

Mehr als 100 Abgeordnete, Beschäftigte des Bundestags und der Ministerien sowie Vertreter:innen von Verbänden und Vereinen haben am 21. September an der Parlamentarischen Fahrradtour in Berlin teilgenommen. Bei 18 Grad und teils kräftigen Windböen ging es rund zwölf Kilometer durch den Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Neue Radverkehrsprojekte im Fokus

Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (CSU) eröffnete die Tour und warb für mehr Bewegung und Gesundheitsvorsorge im politischen Alltag. Henning Rehbaum (CDU), Vorsitzender des Parlamentskreises Fahrrad, betonte die Bedeutung von Rücksicht und Verständnis zwischen Radfahrenden und Autofahrenden. Der Parlamentarische Staatssekretär für Verkehr, Christian Hirte (CDU), überbrachte Grüße von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU). Hirte sagte, dass Radfahren um gesund zu sein, sicher sein müsse und warb für ein rücksichtsvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden. Er betonte, dass dies auch bei der Gestaltung des Verkehrsraums berücksichtigt werde.

Auf der diesjährigen Route informierten sich die Teilnehmer:innen über neue Radverkehrsprojekte in Tempelhof-Schöneberg und kamen miteinander ins Gespräch. Begleitet wurde die Tour von der Fahrradstaffel der Berliner Polizei.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Caroline Lodemann war bei der Parlamentarischen Radtour dabei: „Die Radtour war ein Realitätscheck: In Schöneberg konnten wir mit breiten geschützten Radfahrstreifen sehr gut zeigen, wie sichere Radinfrastruktur von Jung bis Alt gerne angenommen wird, und dass sich durch gute Infrastruktur die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern lässt. Was in Berlin funktioniert, lässt sich auch gut auf andere Städte übertragen. Doch damit mehr Menschen aufs Rad umsteigen können, muss die Bundespolitik den Rahmen für sichere Radverkehrsnetze, verlässliche Finanzierung und eine faire Verteilung des Verkehrsraums setzen."

Seit 20 Jahren für den Radverkehr

Die Parlamentarische Radtour findet seit 2006 statt. Sie soll auf die Bedeutung des Fahrrads als gesundes, alltagstaugliches und umweltfreundliches Verkehrsmittel aufmerksam machen. Organisiert wird die Tour vom Parlamentskreis Fahrrad, unterstützt von der Bundestagsverwaltung, dem ADFC und dem Zweirad-Industrie-Verband ZIV.

Im Parlamentskreis Fahrrad kommen mehrmals pro Jahr die fahrradpolitischen Sprecher der Fraktionen zusammen, um sich mit Fachleuten über fahrradpolitische Themen auszutauschen und den Radverkehr in Deutschland voranzubringen. 


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